Das Lieblingsobjekt von Jürgen Luh, Kurator und wissenschaftlicher Leiter der Friederisiko-Ausstellung: Das Zelt


Das preußische Armeezelt ist ein großartiges Objekt, seiner Form und Farbigkeit wegen, und weil es das einzige in Deutschland ist. Seine gut 250 Jahre sieht man ihm nicht an. So gut ist es erhalten. Die blauen Streifen wirken ganz frisch, die leinenfarbenen Felder haben fast keine Flecken. Kaum glaublich, dass es bis 1914 als "Partyzelt" bei Gartenfesten gedient hat. Doch weil man in dem Zelt bequem stehen kann, lässt sich dies wohl denken.

In FRIEDERISIKO steht das Zelt für die defensive Haltung Friedrichs am Ende des Siebenjährigen Krieges: Friedrich schlägt keine Schlachten mehr, sondern behauptet sich in befestigten Lagern – im Zelt – gegen seine Gegner. Auch liest, dichtet und schreibt er dort wie Achill im Trojanischen Krieg. So hat er den Krieg und das Zelt zudem die Zeiten überstanden.

Jürgen Luh

Preußisches Offizierszelt

 


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